Bestattungen, Beisetzungen

Ansprechpartner/in
Herr Rainer Eiringhaus
Rathaus Hambühren, Zimmer 27 - Garten- und Friedhofsverwaltung // 1. OG
Versonstraße 7
29313 Hambühren
Telefon: 05084 601-227
Telefax: 05084 601-37
E-Mail:


Aufgaben:
Garten- und Friedhofsverwaltung, Bauhofleitung, stellvertretende Abteilungsleitung Bauen und Gemeindeentwicklung


Allgemeine Informationen

In Deutschland werden Bestattungen im Allgemeinen durch Bestattungsinstitute, allgemein Bestatter genannt, durchgeführt. Sie können dabei unterschiedliche Bestattungsarten auswählen. Je nach Region können Sie wählen zwischen

  • Erdbestattung
  • Feuerbestattung (Waldbestattung, Seebestattung, Urnenbestattung)
  • Anonyme Bestattung

Eine Bestattung ist frühestens 48 Stunden nach Eintritt des Todes möglich. Ausnahmen kann das zuständige Gesundheitsamt aus wichtigem Grund zulassen. 

Sind Bestattungspflichtige (Angehörige)

  • nicht vorhanden,
  • nicht zu ermitteln, 
  • nicht auffindbar.

oder

  • kommen sie ihrer Pflicht nicht oder nicht rechtzeitig nach

und

  • veranlasst auch kein anderer die Bestattung,

hat die für den Sterbe- oder Auffindungsort örtlich zuständige Ordnungsbehörde für die Bestattung zu sorgen.

Leichen sollen innerhalb von 8 Tagen seit dem Eintritt des Todes bestattet oder eingeäschert werden. Urnen sollen innerhalb eines Monats nach Einäscherung beigesetzt werden. Mit Ausnahme der Seebestattung besteht für alle Bestattungen gesetzliche Friedhofspflicht.

Zur Bestattung verpflichtet sind in dieser Reihenfolge:

  • Ehegattin/Ehegatte oder eingetragene/r Lebenspartner/in,
  • Abkömmlinge (Kinder, Enkelkinder),
  • Vorfahren (Eltern, Großeltern),
  • Geschwister.

Bestattungsarten
Es besteht die Wahl zwischen der Erdbestattung im Sarg, dem Begräbnis oder der Kremation, einer Feuerbestattung mit anschließender Beisetzung der Urne auf einem Friedhof.


Grabarten
Unterschieden werden Reihengräber, Wahlgräber und anonyme Gräber.


Reihengräber
Diese Grabarten stehen für Erdbeisetzungen und für Feuerbestattungen zur Verfügung.
Beim Reihengrab wird, der Bezeichnung entsprechend, fortlaufend beigesetzt. Die Grabstelle kann nicht ausgesucht werden. Eine Verlängerung der Nutzungszeit von 25 Jahren ist nicht möglich.


Wahlgräber
Bei Wahlgräbern kann die Lage des Grabes im Rahmen des vorhandenen Angebotes ausgewählt werden. Die Nutzungszeit beträgt 25 Jahre, sie kann auch verlängert werden.
In einem Wahlgrab für Erdbeisetzung können außer einem Sarg auch mehrere Urnen bestattet werden.


Anonyme Bestattungen
Auf den Friedhöfen werden Grabstätten für anonyme Urnenbeisetzungen vorgehalten. Eine gärtnerische Gestaltung oder Aufstellung von Grabmalen ist nicht möglich. Die Pflege der Grabstätten wird durch die Gemeinde durchgeführt.


Grabgestaltung
Die Grabstätten müssen innerhalb eines halben Jahres nach der Beisetzung gärtnerisch angelegt und für die Dauer der Nutzungszeit unterhalten werden. Hierzu gehört auch die dauerhafte Einfassung der Grabstätten mit Natursteinen oder geeigneten Pflanzen.
Es besteht keine Verpflichtung zur Aufstellung von Grabmälern.
Werden Einfassungen oder Grabmale gesetzt, so ist hierfür vorher eine Genehmigung bei der Friedhofsverwaltung einzuholen. Die Genehmigungen sind gebührenpflichtig.

An wen muss ich mich wenden?

Die Zuständigkeit liegt bei der Gemeinde, der Samtgemeinde und der Stadt.

Welche Unterlagen werden benötigt?

Für die Bestattung

  • Sterbeurkunde oder Sterbefallanzeige

Im Falle einer Urnenbestattung

  • Bescheinigung über die zweite amtliche Leichenschau vor der Kremierung
Welche Gebühren fallen an?

Es fallen Gebühren an für

  • die Ausstellung der Sterbeurkunde,
  • die Erteilung der Bestattungsgenehmigung,
  • weitere notwendige Amtshandlungen,
  • Ausstellung eines Leichenpasses

Wenn die Angehörigen nicht für die Bestattung eines Verstorbenen sorgen, wird die Bestattung von der zuständigen örtlichen Ordnungsbehörde veranlasst und die bestattungspflichtigen Personen haften als Gesamtschuldner für die entstehenden Kosten.

Sofern die Angehörigen nicht in der Lage sind, die Bestattungskosten zu tragen und der Nachlass der Verstorbenen ebenfalls nicht dazu ausreicht, können sie einen Antrag auf Übernahme der Kosten beim zuständigen Sozialamt stellen.

Welche Fristen muss ich beachten?

Die Bestattung kann frühestens 48 Stunden nach Eintritt des Todes erfolgen. Leichen sollen spätestens 8 Tage nach Eintritt des Todes bestattet oder eingeäschert worden sein.

Was sollte ich noch wissen?

Friedhofsträger können in Niedersachsen nur die staatliche oder kirchliche Gemeinde, Samtgemeinde und Stadt sein. Einzelne Stellen bieten die Möglichkeit einer Urnenbeisetzung auf einem Waldfriedhof an.
Krematorien (Feuerbestattungsanlagen) können in Niedersachsen auch von privaten Trägern betrieben werden.

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